Seit 2008 unterrichten GESS-Lehrer der 9. und 10. Klassen zeitgleich ihre Schüler/innen in Singapur und die der christlichen deutschen Schule in Chiang Mai in Nord-Thailand. Die Schüler/innen in Thailand sind aktiv in den laufenden Unterricht eingebunden, d.h. sie diskutieren ohne zeitliche Verzögerung mit ihren Klassenkameraden Unterrichtsinhalte, erhalten live Unterstützung durch die Lehrperson und messen ihre Leistung an denselben Herausforderungen.
Möglich wird dies durch den Einsatz interaktiver Videokonferenztechnologie, die zwei Klassenzimmer in unterschiedlichen Ländern miteinander verbindet.
Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) wählte für ihr innovatives Programm zur Optimierung der Auslandsschularbeit die Vorreiterschule GESS aus.
Die virtuelle Erweiterung des GESS-Angebots versetzt die Schule in Chiang Mai in die Lage, Unterricht in höheren Klassenstufen in noch sehr kleinen Kursgruppen
anzubieten,und erwartet daraus eine Sogwirkung, die dauerhaft einen selbständigen Sekundarstufe-II-Betrieb möglich macht. Die GESS-Schüler wiederum schätzen die einzigartige Möglichkeit, ihre kommunikativen und medialen Kompetenzen zu erweitern, die auf dem heutigen Arbeitsmarkt im Zuge der Globalisierung eine immer wichtigere Rolle spielen.
„Durch die neuen Systeme lernt man mit der ganzen Welt zu kommunizieren. Das braucht man in den Berufen der Zukunft“, sagte eine Schülerin der 10. Klasse zu ihren Erfahrungen mit dem Fernunterrichtsprogramm.